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Neue Fotos unkontaktierter Yanomami zeigen Bedeutung des Yanomami-Gebietes

 

Neues Foto eines unkontaktierten Yanomami-Dorfes
in Brasilien © Hutukara/Survival

20 Jahre nach der erfolgreichen Kampagne zur Sicherung des Yanomami-Landes hat Survival International neue Bilder eines Dorfes unkontaktierter Yanomami in Brasilien veröffentlicht. Die Bilder bestätigen erneut die Bedeutung des größten bewaldeten indigenen Gebietes der Welt.

Survival International, Yanomami-Sprecher Davi Kopenawa und Brasiliens Pro-Yanomami Kommission spielten eine entscheidende Rolle bei der Sicherung des indigenen Gebietes.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: “Survival-Unterstützer können sehr stolz auf den Erfolg sein, den diese Fotos belegen. Natürlich sind viele indigene Völker, darunter auch die unkontaktierten Yanomami, immer noch von der illegalen Besetzung ihres Landes bedroht. Wir dürfen nicht aufhören zu kämpfen. Doch die Tatsache, dass es überhaupt noch unkontaktierte Yanomami gibt, zeigt eindringlich, dass sich beharrliche Kampagnen auszahlen. Auf viele weitere Erfolge!”

Die Bilder der unkontaktierten Gemeinden belegen, wie wichtig das indigene Gebiet ist, um die Yanomami vor illegalen Goldgräbern zu schützen.

Bereits in den 1980er Jahren hatte ein Goldrausch fatale Folgen für das indigene Volk. Innerhalb von sieben Jahren starben damals 20 Prozent der Yanomami an Gewalt und eingeschleppten Krankheiten.Vor 20 Jahren, im November 1991, gab die brasilianische Regierung ihre Entscheidung bekannt, das Yanomami-Gebiet abzugrenzen. Die Entscheidung wurde im folgenden Jahr gesetzlich festgeschrieben.

Die neuen Fotos, aufgenommen von der Yanomami-Organisation Hutukara, zeigen, wie noch immer unkontaktierte Mitglieder des Volkes im Amazonas leben und die traditionellen Maloca-Häuser, das Herz ihrer Gemeinschaft, bauen.

Doch obwohl die Anerkennung der Landrechte der Yanomami die Situation der Indianer verbessert hat, bleiben einige Bedrohungen weiter bestehen. Nur 15 Kilometer entfernt von unkontaktierten Yanomami-Gemeinden, wird noch immer illegal nach Gold gesucht.

Illegaler Bergbau auf dem Land der Yanomami führt zur Übertragung von Krankheiten wie Malaria und verschmutzt die Flüsse und Wälder mit Quecksilber.

Mindestens 800 brasilianische Polizisten und Soldaten sind zur Zeit im Einsatz, um das illegale Schürfen zu beenden. Berichten zufolge wurden bereits über 30 Goldgräber ausgewiesen.

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Maskierte exekutieren Indianer-Anführer in Brasilien

 

Nísio Gomes, ein Guarani-Schamane, wurde von
Bewaffneten erschossen. Dieses Bild erstand erst
vor zwei Tagen. © Survival

Survival International hat Berichte erhalten, dass maskierte und bewaffnete Männer den religiösen Anführer einer Guarani-Gemeinde in Brasilien vor den Augen seiner Gemeinschaft erschossen haben.

Die bewaffneten Männer umringten Nísio Gomes und forderten seine Gemeindemitglieder auf, sich auf den Boden zu legen. Zeugen gaben an, dass Gomes in den Kopf, die Brust, Arme und Beine geschossen wurde. Der Leichnam des 59-jährigen wurde dann auf einem Laster weggeschafft.

Gomes war wahrscheinlich das Ziel des Angriffs. Unbestätigten Berichten zufolge wurden aber auch Kinder entführt und eine Frau getötet.

Gomes war der Anführer einer Gruppe von Guarani-Indianern. 60 Mitglieder seiner Gemeinde waren Anfang November auf ihr angestammtes Land zurückgekehrt, nachdem Viehzüchter sie von dort vertrieben hatten.

Mitglieder der Gemeinde berichten, dass dies nicht der erste Angriff seit ihrer Rückkehr auf ihr Land war. Bewaffnete Männer hätten ihr Lager an der Straße bereits seit Mittwoch umkreist.

Ein Guarani-Indianer sagte: „Wir bleiben in dem Lager. Wir werden alle hier sterben. Wir werden unser angestammtes Land nicht verlassen.“

Der Mord an Nísio Gomes ähnelt dem an Guarani-Anführer Marcos Veron, der 2003 von Angestellten eines Viehzüchters umgebracht wurde.

„Es scheint als ob die Viehzüchter keine Ruhe geben, bis sie die Guarani ausgelöscht haben“, sagte Survivals Direktor Stephen Corry. “Diese ständige Gewalt war in der Vergangenheit weit verbreitet und hat zur Ausrottung Tausender indigener Völker geführt. Es ist schlichtweg eine Schande, dass die brasilianische Regierung dies heute noch zulässt.“

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USA entschädigen Indianer in Milliardenhöhe

Mehrere Tausend US-Indianer werden von der Regierung in Washington mit insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar für die Nutzungsrechte auf den Boden und Naturressourcen in ihren Stammesgebieten entschädigt.

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UN-Kampagne gegen Ausrottung von 35 Völkern

Nukak-Muttter mit Kind, Cano Chua, Kolumbien.
© David Hill/Survival

Die Vereinten Nationen (UN) haben eine Kampagne gegen das Aussterben von 35 indigenen Völkern in Kolumbien ins Leben gerufen. Survival International arbeitet eng mit einem der betroffenen Völkern, den Nukak, zusammen. Sie leben als nomadische Jäger und Sammler im nordwestlichen Amazonasbecken.

Mit der Kampagne reagiert die UN auf eine Reihe von Bedrohungen, die zur Ausrottung der Indianer führen könnten. Dazu zählen Vertreibung im eigenen Land, Verschwinden lassen, Massaker, Tretminen und Zwangsrekrutierung von Minderjährigen für bewaffnete Gruppen.

In einem Artikel von 2010 warnte die Organisation bereits davor, dass "das Risiko des physischen oder kulturellen Verschwindens bestehen [bleibt], in einigen Fällen ist es sogar gestiegen.“ Unter den indigenen Völkern, die als besonders bedroht hervorgehoben wurden, waren die Nukak-Maku, Guayaberos, Hitnu und Sicuani.

Kolumbiens nationale Indigenen-Organisation ONIC hat angegeben, dass allein in den letzten acht Monaten über 60 Indigene ermordet wurden. Guerilla-Gruppen, darunter die FARC, werden oft für einen Großteil der Verbrechen in Kolumbien verantwortlich gemacht. ONICs Nachforschungen bringen jedoch paramilitärische und staatliche Sicherheitskräfte mit der Mehrzahl der Morde in Verbindung.

Ein Nukak-Junge spielt mit seiner Familie, Kolumbien.
© Arnau Blanch/Survival

Mit der neuen Kampagne will die UN nun über die Gefahren für Kolumbiens am stärksten bedrohte Völker aufklären. Ziel ist es „Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam Aktionen zum Schutz der [indigenen Völker] zu unterstützen". Dies reflektiert auch der Titel der UN-Kampagne: „Wenn sie verschwinden, verschwindet ein Teil von dir".

Ein Blick in die neuere Geschichte der Nukak zeigt, wie wichtig die UN-Kampagne ist, um in der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis für das indigene Volk und die Bedrohungen für ihr Leben zu schaffen.

Kolumbiens Bürgerkrieg hat viele Nukak von ihrem Zuhause vertrieben. Sie leben nun unter schwierigen Bedingungen an Stadträndern.

Der Kontakt mit Außenstehenden war für die Nukak bisher fatal. Seit dem ersten Kontakt 1988 ist mehr als die Hälfte der Nukak an herkömmlichen Krankheiten gestorben. Heute müssen die nomadischen Jäger und Sammler immer wieder mit Krankheitsausbrüchen und Depressionen kämpfen. Ihre Zukunft ist ungewiss.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte: „Die UN-Kampagne macht sehr deutlich, dass das Aussterben eines Volkes nicht nur eine Tragödie für die Betroffenen ist, sondern auch ein unwiederbringlicher Verlust für die gesamte Menschheit."

Mehr Informationen unter: www.mipresente.org

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Unkontaktierte Indianer vor Viehzüchtern schützen

Gabide Etacori, einer der Anführer der
Ayoreo-Totobiegosode. © Survival

Sprecher der Ayoreo-Indianer in Paraguay fordern von der Regierung gegen die Abholzung ihrer Wälder durch Viehzüchter vorzugehen. Auf einer Ranch wurden erst vor kurzem Belege für die Anwesenheit unkontaktierter Ayoreo-Indianer gefunden, die durch die Abholzung bedroht sind.

Die Ayoreo gaben an, dass sie einige ihrer unkontaktierten Verwandten auf der Ranch gehört hatten. Als sie näher kamen, fanden sie "frische Fußspuren und Spuren an den Bäumen, wo zuvor die Verwandelten nach Honig gesucht hatten."

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